Guess the ArtworkJetzt spielen

SPIELABLAUF

So funktioniert das Spiel

Guess the Artwork verbindet genaues Hinsehen mit einer Reise durch Zeit und Raum. In fünf Runden schätzt du, wann und wo ein Werk entstanden ist – ohne dass Name, Künstler oder Herkunft die Lösung vorwegnehmen.

Redaktion: Guess the Artwork6 Minuten Lesezeit

Eine Partie, fünf unbekannte Werke

Jede Partie besteht aus fünf Runden. Zu Beginn einer Runde siehst du nur die Abbildung des Kunstwerks und seine Gattung. Titel, Künstler, Datierung, Kultur und Entstehungsort bleiben zunächst verborgen. Dadurch zählt nicht auswendig gelerntes Faktenwissen allein: Material, Bildaufbau, Kleidung, Schrift, Perspektive, Bearbeitungsspuren und Gebrauchszweck können ebenso wichtige Hinweise sein.

Die Werke stammen aus der Open-Access-Sammlung des Metropolitan Museum of Art. Für das Spiel werden nur Datensätze verwendet, die als gemeinfrei beziehungsweise CC0 gekennzeichnet sind, eine verwendbare Abbildung besitzen und zeitlich sowie geografisch sinnvoll ausgewertet werden können.

Schritt eins: die Entstehungszeit schätzen

Zuerst legst du das vermutete Entstehungsjahr fest. Der große Zeitregler ermöglicht eine schnelle Orientierung über mehrere Jahrtausende. Mit den Tasten −10, −1, +1 und +10 lässt sich die Auswahl anschließend präzisieren; alternativ kannst du ein Jahr direkt eingeben.

Viele Kunstwerke haben kein zweifelsfrei bestimmbares Einzeljahr. Deshalb kennt das Spiel auch Datierungszeiträume. Liegt dein Tipp innerhalb des vom Museum angegebenen Zeitraums, gilt die Zeitangabe als vollständig richtig. Erst die Abweichung vom nächstgelegenen Rand dieses Zeitraums wird bewertet.

Schritt zwei: den Entstehungsort setzen

Danach platzierst du einen Pin auf der Weltkarte. Gesucht ist der Ort, an dem das Werk hergestellt wurde – nicht der heutige Standort des Museums und nicht zwingend der Geburtsort des Künstlers. Bei mobilen Objekten wie Drucken, Textilien oder Kunsthandwerk ist diese Unterscheidung besonders wichtig.

Manche Datensätze nennen eine Stadt oder einen konkreten Fund- beziehungsweise Herstellungsort. Andere lassen sich historisch nur einer größeren Region zuordnen. Das Spiel behandelt beides unterschiedlich: Bei einem Punkt zählt die Entfernung zum Zielpunkt; bei einer Region erhält jeder Tipp innerhalb des hinterlegten Gebiets die volle Ortswertung. Außerhalb wird die Entfernung bis zum nächstgelegenen Gebietsrand gemessen.

Die Auflösung ist Teil des Spiels

Nach dem Absenden werden dein Tipp und die richtige Lösung gemeinsam auf der Karte gezeigt. Außerdem siehst du Titel, Künstler oder Werkstatt, Datierung, Kultur, Material und den Link zum Originaldatensatz des Met. Die Punkte für Ort und Zeit werden getrennt ausgewiesen, damit nachvollziehbar bleibt, welche Beobachtung besonders gut war.

Das Ziel ist nicht nur eine hohe Punktzahl. Durch den unmittelbaren Vergleich von Vermutung und Auflösung entsteht nach und nach ein visuelles Gedächtnis: Bestimmte Materialien, Kompositionsweisen und Herstellungstechniken lassen sich zeitlich und geografisch immer besser einordnen.

Tägliches Spiel, Training und Epochen

Im täglichen Spiel erhalten alle Spielerinnen und Spieler dieselbe Folge von Werken. Das macht Ergebnisse vergleichbar und ermöglicht eine gemeinsame Tagesrangliste. Das freie Training stellt bei jeder neuen Partie eine andere Auswahl zusammen und vermeidet bereits kürzlich gezeigte Werke, soweit es der verfügbare Bestand erlaubt.

Die drei Epochen-Modi verändern nur die Werkauswahl, nicht den Ablauf: Antike umfasst im Spiel 3000 v. Chr. bis 499 n. Chr., Mittelalter die Jahre 500 bis 1499 und Frühe Neuzeit 1500 bis 1800. Ein Werk wird nur dann zugeordnet, wenn sein vollständiger Datierungszeitraum innerhalb der jeweiligen Grenze liegt.

Eine einfache Strategie für den ersten Blick

Beginne mit dem Material: Marmor, Bronze, Holz, Porzellan, Ölmalerei und verschiedene Drucktechniken haben jeweils andere historische Schwerpunkte. Achte danach auf Funktion und Format. Ein kleines Andachtsbild folgt anderen Bedingungen als ein monumentales Herrscherporträt oder ein tragbares Luxusobjekt.

  • Erst Gattung und Material bestimmen, dann Stilmerkmale vergleichen.
  • Bei Kleidung und Architektur zwischen dargestellter Zeit und Herstellungszeit unterscheiden.
  • Nicht nur Europa betrachten: Die Sammlung verbindet Kunstlandschaften aus der ganzen Welt.
  • Bei Unsicherheit einen plausiblen Zeitraum und eine größere Herstellungsregion wählen.