PUNKTE & FAIRNESS
So funktioniert die Wertung
Eine Runde ist maximal 10.000 Punkte wert: 5.000 für den Entstehungsort und 5.000 für die Entstehungszeit. Die Wertung belohnt Präzision, berücksichtigt aber, dass historische Angaben oft nur als Region oder Zeitraum überliefert sind.
Zwei Teilwertungen statt eines Gesamturteils
Ort und Zeit werden unabhängig voneinander berechnet. Ein sehr guter Zeittipp bleibt deshalb wertvoll, auch wenn der Pin auf dem falschen Kontinent liegt – und umgekehrt. Aus beiden Teilwertungen entsteht die Rundensumme. Nach fünf Runden sind maximal 50.000 Punkte möglich.
Diese Trennung macht die Auflösung verständlicher. Sie zeigt, ob ein Werk stilistisch richtig datiert wurde oder ob vor allem die geografische Einordnung gelungen ist. Die angezeigte Gesamtpunktzahl ist daher weniger ein Schulurteil als eine Zusammenfassung zweier unterschiedlicher Beobachtungsaufgaben.
Ortswertung bei einem konkreten Zielpunkt
Ist für ein Werk ein konkreter Herstellungsort hinterlegt, wird die kürzeste Entfernung zwischen deinem Pin und diesem Punkt auf der Erdoberfläche berechnet. Bis einschließlich fünf Kilometer gibt es die vollen 5.000 Punkte. Danach sinkt die Wertung kontinuierlich: Eine kleine Abweichung kostet wenig, eine Entfernung über Länder oder Kontinente hinweg deutlich mehr.
Die Abnahme erfolgt ohne harte Sprünge. Zwei Pins, die fast gleich weit vom Ziel entfernt liegen, erhalten daher auch fast dieselbe Punktzahl. Selbst ein weit entfernter Tipp kann noch einen kleinen Restwert behalten; die genaue Distanz wird in der Auflösung zusätzlich angezeigt.
Ortswertung bei Regionen und historischen Gebieten
Nicht jedes Werk lässt sich seriös einer einzelnen Stadt zuweisen. Museumsangaben wie Flandern, Böhmen, Japan oder das Niltal beschreiben unterschiedlich große Räume. Wenn für einen solchen Datensatz eine belastbare Gebietsgrenze vorliegt, zählt jeder Pin innerhalb dieses Gebiets als richtiger Treffer und erhält 5.000 Punkte.
Liegt der Pin außerhalb, misst das Spiel nicht bis zu einem willkürlich gewählten Mittelpunkt. Stattdessen wird der nächstgelegene Punkt am Rand des Zielgebiets gesucht. So wird ein Tipp direkt hinter einer Grenze nur gering bestraft, während ein weit entferntes Land entsprechend weniger Punkte erhält.
Zeitwertung für Einzeljahre und Zeiträume
Die Datierung eines Museumsobjekts kann ein einzelnes Jahr, ein ungefähres Jahr oder einen längeren Zeitraum umfassen. Das Spiel verwendet den vollständigen Beginn und das vollständige Ende der Datierung. Jeder Tipp innerhalb dieses Intervalls erhält 5.000 Zeitpunkte.
Liegt der Tipp außerhalb, zählt ausschließlich der Abstand zum nächstgelegenen Rand. Bei einem Werk von 1470 bis 1490 ist ein Tipp auf 1482 vollständig richtig; ein Tipp auf 1500 weicht zehn Jahre ab. Dadurch werden unsichere oder bewusst breit angegebene Museumsdatierungen nicht künstlich auf ein einziges Mitteljahr reduziert.
Warum alte Werke großzügiger bewertet werden
Je älter ein Werk ist, desto schwieriger ist eine Datierung auf wenige Jahrzehnte. Bei archäologischen Objekten können mehrere Jahrhunderte kunsthistorisch bereits eine bemerkenswert genaue Einordnung sein. Deshalb wächst die Zeittoleranz mit dem Alter des Werks.
Technisch beginnt die Toleranz bei 75 Jahren und steigt um 0,16 Jahre pro vergangenem Jahr des Werkalters, höchstens jedoch auf 600 Jahre. Die Punkte nehmen anschließend gleichmäßig mit der Abweichung ab. Das bedeutet nicht, dass bei alten Werken jedes Datum gleich gut ist: Es verhindert lediglich, dass eine historisch plausible Schätzung unverhältnismäßig stark bestraft wird.
Der Materialhinweis und seine Kosten
Wer zusätzliche Orientierung benötigt, kann während einer Runde den Materialhinweis öffnen. Er verrät nicht die Lösung, kann aber eine wichtige Spur zur Herstellungstechnik oder Gattung geben. Für die Nutzung werden einmalig 250 Punkte von der Rundensumme abgezogen.
Die Teilwertungen für Ort und Zeit bleiben unverändert sichtbar. Der Abzug wird separat ausgewiesen, damit die Rechnung nachvollziehbar bleibt. Eine Rundensumme kann niemals unter null fallen.
Was eine faire Wertung nicht leisten kann
Historische Geografie ist nicht statisch. Grenzen verändern sich, Werkstätten sind mobil und Museumsdatensätze werden fortlaufend überarbeitet. Die Karte übersetzt solche Angaben deshalb in ein spielbares Modell, nicht in eine endgültige historische Wahrheit. Bei Fehlern oder unplausiblen Zuordnungen kann das Feedback-Formular genutzt werden; die betreffenden Datensätze werden dann geprüft.